Henri Arnaud (1643 - 1721) - "Pfarrer und Oberst bei den Waldensern"

Arnaud, Henri 1643-1721, Waldenserführer, 1691, 45 Jahre alt, Ausschnitt aus Lithographie

Namensgeber der Schönenberger Kirche

 

  • geb. 15. Juli 1643 in Embrun (Dauphiné)
  • Vater französicher Protestant, Mutter wuchs in den Waldensertälern auf.
  • Henri Arnaud besuchte dort die Lateinschule
  • 1662-1666 Studium in Genf und Basel
  • 1670 Pfarrer in St. Martinstals (Piemont)
  • 1678 geht Henri Arnaud ins Persoatal
  • 1685 wird die reformierte Religion im Persoatal verboten; Dragoner machen der Gemeinde Pinache, wo Arnaud lebte, gewaltsam ein Ende; er bringt seine Familie in Sicherheit
  • 1686 Flucht in die Schweiz
  • 1689 sammeln sich ca.1000 bewaffnete Waldenser am Genfer See und schlagen ein französisches Heer (Glorreiche Rückkehr)
  • Mai 1660 schließt mit dem Herzog von Piemont Frieden, den Flüchtlingen und Gefangenen wird die Rückkehr in die Täler gestattet; sie wollen in ihre Heimiat und ihre Kinder sind noch dort
  • 1698, der Herzog von Piemont erlässt ein Edikt, wonach die "Reformierten" innerhalb zweiter Monate das Land zu verlassen haben.
  • 1699 fanden die Vertriebenen Aufnahme in Deutschland (Herzogtum Württemberg und Landgrafschaft Hessen-Darmstadt). Siehe auch: www.wkgo.de/regionen-orte/waldenser
  • 1699 wurde Henri Arnaud Pfarrer von Dürrmenz (auch Waldenserkolonie)
  • 1702 gründete er den Ort Schönenberg und baut sich dort ein Pfarrhaus (heutiges Waldenser-Museum).
  • 1704 kehrte er ins Piemont zurück und war dort 1705/06 Pfarrer
  • gestorben 8. September 1721 in Schönenberg; beigesetzt an der Stelle der heutigen Henri-Arnaud-Kirche (erbaut 1883), wo ein Grabstein davon zeugt.

Quelle:

Theo Kiefner, Henri Arnaud. Pfarrer und Oberst bei den Waldensern. Eine Biographie, Stuttgart/ Berlin/ Köln 1989.